Balkanroute calling – eine Karawane für die Bewegungsfreiheit

Am Samstag 19. Mai starten wir eine Karawane für die Bewegungsfreiheit. Ausgangspunkt ist die Piazza Libertà in Triest, das Symbol für Solidarität und Pflege der Migranten. Unser Ziel ist Maljevac an der bosnisch-kroatischen Grenze zu erreichen. Indem wir Grenzen und Staaten überqueren, welche die heuchlerische europäische Politik verkörpern, wollen wir all jene anzeigen, die Push Backs betreiben und Drahtzäune aufziehen.

Wir wollen mit lauter Stimme die Öffnung der Grenzen und die Schließung der Inhaftierungslager einfordern und das Beenden der Gewalt und der gewalttätigen Zurückweisungen von Menschen verlangen.

Wir bekämpfen Faschismus und Rassismus, wir sind Gruppen und Vereine die Solidarität und Hilfe auf Land und Meer bieten, entlang der Grenzen dieses Europas, das als Festung dasteht und Menschen abschiebt. Wir wollen vom Grund auf und zusammenwirkend auf europäischer Ebene agieren, um das aktuelle System zu brechen und die Fundamente der gegenwärtigen und zukünftigen Einwanderungspolitik in Frage zu stellen.

Wir können und dürfen das Outsourcing der Grenzen nicht akzeptieren. Ebenso akzeptieren wir diese Diktatur der Grenzen nicht. Wir haben all dies bereits am 17. April alle zusammen laut bekanntgegeben, und wir wollen es nun wieder machen, indem wir die äußere Grenze Europas und Kroatien erreichen, ein Staat der von Europa aufgerüstet wird, um diesen unfairen Krieg gegen die Immigration zu betreiben.

Wir wollen physisch auf dieser Grenze anwesend sein, da diese Grenze ein Symbol der europäischen Migrationspolitik ist, ein Platz der Freiheitseinschränkung wo Migranten abgesondert und nach Bosnien und Herzegowina zurückgewiesen werden. Unsere Anwesenheit in Maljevac symbolisiert unsere Anwesenheit in Ceuta, Melilla, in den Kanarien, in Lampedusa, in Lesbos und auf Evros.

Unser Europa und seine Mitgliedsstaaten beflecken sich mit Blut, um imaginäre Grenzen vor der Ankunft von Menschen zu verteidigen, um die Bewegungsfreiheit und das Recht auf politisches Asyl dieser Menschen zu vernichten. Die internationalen Abkommen und die Verfassungen dieser Staaten werden zunichte gemacht, und das grundlegende Recht zur Migration wird vernichtet. Diese Staaten schließen mit verschiedenen Diktaturen kostspielige Abkommen ab, um mit Hilfe von Frontex die Grenzen militärisch dicht zu machen und die Inhaftierung von Migranten und ihre Abschiebung alltäglich durchzuführen.

Wir wollen diese Darstellungsart umkippen. Eine Darstellungsart in der andauernd nur von Notsituation und humanitärer Katastrophe gesprochen wird, so als würde es sich um eine natürliche Katastrophe handeln, wo es hingegen notwendig ist, die konkreten Gründe und Verantwortlichen ausfindig zu machen und anzuzeigen.

Wir wollen einen krassen und klaren Kurswechsel!

Wir laden alle dazu ein, am 29. Mai Initiative zu ergreifen, Treffen zu organisieren und die Leute zu mobilisieren, um dieses menschenrechtverletzende System anzuzeigen. Am 29. Mai wird das italienische Parlament eine neue schändliche Finanzierung an Libyen abstimmen.

Auf zum 19. Juni, auf zur Karawane für die Bewegungsfreiheit!

Für Informationen und Unterstützung: act4balkanroute@protonmail.che

Etappen der Karawane:
– > Triest – Piazza Liberta
– > Grenze Italien – Slowenien
– > Border Crossing Pasjak
– > Border Crossing Maljevac